Artikel

Kleiner Fragebogen zur Pandemie

Ich habe Mal einen kleinen Fragebogen zur Pandemie erstellt und würde mich über viele Antworten freuen. Das Ganze ist Anonym, sodass die Antworten niemanden zugeordnet werden können und sie werden auch bei keinem dritten Anbieter gespeichert.

Kleine Anmerkung: Ich habe bei “Derzeitige Tätigkeit” den Punkt “Ausbildung” vergessen. Da es aber schon einige Teilnehmer*innen gibt, möchte ich den Fragebogen nicht mehr ändern. Wenn es euch betrifft: Ich würde euch als Schüler/Studenten sehen, aber ordnet euch dort ein, wo ihr meint, dass es passt.

Weiterlesen

Meinungsschauspielerpodcast Nr.42: Moria, Polizeigewalt, Bild, Pandemie

avatar
Christian

Der Christian und Ich, wir müssen uns jetzt zu dem ganzen Chaos in der Welt auch Mal wieder zu Wort melden. Sind ja immerhin schon wieder einige Monate vergangen und die Pandemie hat uns weiterhin im Griff. Mit ihr auch die Wut-Hut-Maskenverweigerer-Egomanen, die die Welt unsicher machen. Auch das Thema Polizeigewalt hat es Mal wieder in die Diskussion geschafft und über Moria können wir natürlich auch nicht schweigen.

Schweigen würden wir am liebsten über die BILD, aber auch dieses Blatt voll Müll muss im Podcast erwähnt werden und generell haben der Christian und Ich Mal wieder überhaupt keinen roten Faden. Aber hört selbst, solange ihr es noch hören könnt und der Windows-Chip euch nicht permanent abstürzen lässt, nachdem Bill Gates euch zwangsweise Geimpft hat!

Links

Moria

Polizeigewalt

Bild

Pandemie

Corona-Leugner (Wut-Hut-Maskenverweigerer-Egomanen)

Olaf Scholz, die SPD und das BGE

Es ist schon lustig, dass sich gerade viele darüber wundern, dass der Olaf Scholz gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist. Schon 2018 schrieb Ralf Stegner, ebenfalls SPD, dass das BGE ein neoliberales trojanisches Pferd ist, welches unseren Sozialstaat untergraben will. Neoliberal ist Olaf Scholz auch, aber er weiß halt genau, dass das BGE es nicht ist und der Niedriglohnsektor, der jetzt über Jahre mit Hartz4 aufgebaut wurde, in Gefahr wäre, wenn jeder Mensch ein Grundeinkommen hätte, welches nicht an Bedingungen geknüpft ist. Das wird sich nicht ändern, weil die SPD noch immer der Meinung ist, dass wir sie das kapitalistische Wirtschaftssystem schützen muss und ein solches System braucht eben seinen Niedriglohnsektor!

Die Möglichkeiten, die ein solches BGE mit sich bringt, sieht mit Sicherheit auch die SPD Führung, aber es sind halt nicht die Möglichkeiten, die sich die SPD für die Zukunft wünscht. Wie schön könnte denn eine Welt sein, in der sich jeder Mensch wirklich verwirklichen könnte? Wenn jeder seinen Weg gehen kann, weil nicht unbedingt die Notwendigkeit besteht, sich in ein Ausbeutungsverhältnis zu begeben, um ein Leben am Existenzminimum führen zu können. Es würde ja sogar die Möglichkeit von Sanktionen wegfallen, wenn sich Menschen nicht mehr in den Niedriglohnsektor begeben möchten. Dass das der SPD nicht gefällt, nachdem sie dieses Instrument mühevoll eingeführt hat, ist nicht verwunderlich.

Sicher gibt es Menschen in der SPD, die der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens nahe stehen, aber es ist nicht die Mehrheit und wer wirklich ein BGE möchte, der sollte eben nicht die SPD wählen.

Bedingungsloses Grundeinkommen in der Corona-Zeit

Gerade jetzt in der Pandemie hätte das bedingungslose Grundeinkommen vielen Menschen helfen können. Vielleicht wäre der Verlauf ein anderer, vielleicht würden wir jetzt nicht wieder mit steigenden Infektionszahlen kämpfen müssen, wenn Menschen, für die alle Aufträge weggefallen sind, auf ein Grundeinkommen hätten zurückgreifen können. Aber nicht einmal in dieser schweren Zeit, können wir darauf setzen, dass die SPD eine gesellschaftliche Veränderung schafft, eine Transformation weg vom vorherrschenden Kapitalismus. Lieber lässt die Politik – und mit ihr auch die SPD – Existenzen kaputtgehen, treibt Menschen in die Insolvenz und erzählt ihnen dann, dass sie sich doch in das Repressionssystem Hartz4 begeben können.

Sicher geht so ein BGE nicht von jetzt auf gleich, aber zumindest für die Menschen, denen wirklich alles weggebrochen ist in den letzten Monaten, hätte es diese Hilfe jetzt gebraucht. Für Studenten, die plötzlich ihren Job in Cafés und Restaurants verloren haben, für Veranstalter, die plötzlich keine Veranstaltungen mehr ausrichten konnten und für all die anderen, die ich hier nicht alle aufzählen kann. In einer solchen Ausnahmesituation einmal einen neuen Schritt zu wagen, etwas auszuprobieren, die Möglichkeit zu schaffen, ohne Sorgen durch diese Krise zu gehen, hätte der SPD helfen können, hätte der Politik insgesamt helfen können! Wir hätten jetzt wahrscheinlich nicht so viele verwirrte Seelen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen auflehnen, wenn diese eine gewisse Absicherung gehabt hätten. Zuzusehen, wie diese Menschen in die Insolvenz rutschen, war dann wohl der falsche Weg, aber das werden sich SPD und die Unionsparteien wohl nicht eingestehen.

Genügend Alternativen

Wer das BGE als Alternative sieht, als Weg in ein neues Wirtschaftssystem, in welchem unnötige und toxische Berufe einfach wegfallen können, sollte sich nicht die SPD als Partei aussuchen. Es gibt genügend Alternativen, zumindest dann, wenn wir ihnen die Chance geben. Die Partei „Demokratie braucht Bewegung“ hat zum Beispiel ein Konzept für das BGE. Das ist sicher noch nicht perfekt, aber wie sagen einige SPD-Mitglieder so gerne: „Wir alle dürfen Fehler machen, wir müssen halt nur die Chance bekommen, diese zu korrigieren.“. Dass die SPD bisher ihre Fehler – Harz4 zum Beispiel – nicht korrigieren möchte, sehen wir in der aktuellen Politik. Lieber wird sich Hartz4 schön geredet, wird davon geredet, dass dieses System Armut verhindert, obwohl es genau das Gegenteil macht. Deswegen sollten jetzt andere Parteien einmal die Chance bekommen Fehler zu machen und mit diesen die Gesellschaft zum positiven zu verändern.

Ich glaube nicht daran, dass die Menschen faul werden, nur weil sie ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen. Wahrscheinlicher ist doch, dass die Menschen endlich ihre vollen Potenziale entwickeln und die Gesellschaft dadurch besser wird. Sinnfreie Arbeit wird wegfallen, weil es diese Beschäftigungstherapie nicht mehr braucht, sinnvolle und wichtige Arbeit wird an Wertschätzung gewinnen, Profite werden nicht mehr nur einigen wenigen Menschen ein lebenswertes Leben ermöglichen, sondern sie werden dazu genutzt, um allen Menschen ein würdevolles und lebenswertes Leben zu ermöglichen. Damit das funktioniert, muss das BGE tatsächlich global gedacht werden, aber dazu muss es überhaupt erst einmal gedacht und getestet werden. Dass das wahrscheinlich nicht unbedingt die Welt ist, in der die SPD leben möchte, ist ein anderes Thema, denn in dieser Welt wird auch das demokratische System ein anderes, ein besseres, sein.

Welche Partei würdet ihr 2021 am ehesten wählen?

Ich muss da Mal eine Umfrage fixen. Wie immer, könnt ihr eure eigenen Antwortmöglichkeiten hinzufügen. Viel Spaß:

Welche Partei würdet ihr denn 2021 am ehesten wählen?
© Kama

Artikel

Umfrage: Welche*r Kandidat*in würde dir als Bundeskanzler*in am wenigsten Bauchschmerzen bereiten?

Es ist mal wieder Zeit für eine Umfrage. Mich würde interessieren, welcher Kandidat oder welche Kandidatin euch am wenigsten Bauchschmerzen bereiten würde, wenn sie/er nächstes Jahr Bundeskanzler*in werden sollte. Richtig, es interessiert mich nicht, ob ihr überhaupt jemanden davon super findet, sondern nur, bei wem ihr weniger Bauchschmerzen habt. Und das Gute ist, ihr könnt sogar noch Kandidaten und Kandidatinnen hinzufügen.

Welcher Kandidat würde dir als Bundeskanzler*in am wenigsten Bauchschmerzen bereiten?
  • Was ist deine Meinung? Füge deine Antwort zur Umfrage hinzu.

Solltet ihr einen anderen Kandidaten oder eine andere Kandidatin haben, könnt ihr diese einfach zur Umfrage hinzufügen.

© Kama

Meinungsschauspielerpodcast 41: Demokratie in Corona-Zeiten

avatar
Christian

Es ist wieder soweit! Die 41ste Folge des Meinungsschauspielerpodcasts ist online und es geht, so wie es in dieser Zeit wohl überall ist, um Corona. Wobei, ganz richtig ist das auch nicht, denn der Christian und Ich sprechen vielmehr über die Demokratie und deren Entwicklung. Oder um noch deutlicher zu sein: wir klönen wieder sinnlos über das Internet und ihr dürft es euch jetzt anhören. Eigentlich müsst ihr euch das ganze jetzt anhören, denn ihr müsst eh zu Hause bleiben und da hilft so ein kleiner Podcast eben dabei, die Zeit sinnlos zu vergeuden. Viel Spaß also beim hören!

Links:

Umfrage: Mietendeckel in Berlin

Ich möchte hier gar nicht viele Worte schreiben, sondern erst einmal eine Umfrage zum Berliner Mietendeckel starten. Warum? Weil ihr zu dieser Umfrage eigene Antwortoptionen hinzufügen könnt und sich so für mich neue Aspekte ergeben könnten, die ich dann eventuell in einem Artikel und/oder Podcast verarbeiten kann. Jetzt aber zur Umfrage:

Was bedeutet der Mietendeckel in Berlin für euch?
© Kama

Meinungsschauspielerpodcast Nr.40 – Europawahl

avatar
Christian
avatar
Thomas

Was waren das noch einmal für spannende Tage vor der Europawahl und für interessante Erkenntnisse danach. Viele Themen, über die der Christian, der Thomas und ich einmal sprechen mussten. Leider kam nach der Aufnahme des Podcasts noch der Samstag und der Sonntag und damit noch die Entwicklung mit Frau Nahles und der SPD, den wir im Podcast noch nicht voraussehen konnten. Leider raubten mir diese Entwicklungen auch ein wenig die Motivation den Podcast noch am Wochenende zu veröffentlichen. Aber jetzt ist er hier, jetzt ist er fertig, jetzt möchte er von euch gehört werden. Viel Spaß dabei …

Europawahl

Rezo

Ungenau und Verkürzt

Ungenauigkeiten! Verkürzungen! Das sind die Schlagwörter, die in den letzten Tagen durch die Medien geistern. Es sind Schlagwörter, die auf fast jeden journalistischen Artikel zutreffen, weil es nicht möglich ist, in einem kurzen Ausschnitt all die komplexen Zusammenhänge zu erfassen. Niemand regt sich darüber auf, wenn in einer kurzen Nachricht über einen Bankraub nicht erwähnt wird, welche gesellschaftlichen Zusammenhänge den Menschen zu dieser Tat getrieben haben. Dabei wären das wichtige Informationen, die für die Bildung der eigenen Meinung elementar sind. Es wird verkürzt, weil wir nicht unendlich viel Zeit haben, weil Artikel nicht ständig mehrere Seiten umfassen können, weil wir bei den meisten Artikeln auch gar nicht bereit sind, so viele Informationen aufzunehmen. Selbst in der Wissenschaft werden komplexe Zusammenhänge in ein Modell gepresst, werden gekürzt, sodass am Ende eben diese Komplexität rausgenommen wird und bestimmte Aspekte betrachtet werden können.

Einem Youtuber werden diese Ungenauigkeiten, diese Verkürzungen nun vorgeworfen. Er fasst in einem Video seine Meinung zusammen, bringt Argumente, bringt sogar Quellnachweise, auf die er seine Argumente aufbaut und weil es anscheinend keine wirklichen Gegenargumente gibt, wird auf die Verkürzungen und auf die Ungenauigkeiten rumgehackt. Hallo? Wie lang hätte das Video denn sein sollen? Wenn in einer Argumentation bestimmte Blickwinkel fehlen, was in jeder Argumentation, in jedem Meinungsaustausch so sein wird, dann haben wir die Möglichkeit, diese Blickwinkel zu ergänzen. Dazu muss nicht jeder ein Video machen, es reicht ein Kommentar, es reicht die Bereitschaft auf Sachebene darüber zu diskutieren, eine Debatte zu führen. Diese Bereitschaft fehlt aber, sie wird ersetzt durch persönliche Angriffe auf die Person, auf diskreditierende Aussagen, die von der eigentlichen Auseinandersetzung mit den Themen und Inhalten ablenken sollen. Es bleibt dann bei Andeutungen, bei er Androhung davon, dass da Argumente und Fakten lauern, mit denen das Video auseinander genommen werden könnte, aber bei diesen Drohungen bleibt es dann auch, die Argumente und Fakten bleiben im Nebel. Warum? Wenn es denn gute Fakten und Argumente gibt, die gegen die Inhalte und Positionen sprechen, warum diese dann im Nebel belassen? Sind die dann vielleicht doch nicht so stark? Sind diese eventuell selbst angreifbar? Schnell zu widerlegen, wenn sie in einer Debatte überprüft werden könnten?

Warum lassen wir uns nicht auf eine sachliche Debatte ein, wenn ein Mensch den Mut hat, seine Meinung, seine Argumente zur Diskussion zu stellen? Besteht dann eventuell die Gefahr, dass sich eine gesellschaftliche Veränderung einstellen könnte? Das alte Strukturen durchbrochen werden, weil das „Es war schon immer so!“ kein Argument mehr ist? Weil dabei eventuell auch politische Machtstrukturen verändert werden, weil sich die Gesellschaft und die Möglichkeiten der politischen Teilhabe geändert haben?

Wir müssen das Debattieren lernen, müssen einen Meinungsaustausch fördern, müssen uns die Zeit nehmen, um uns zu Informieren. Das ist elementar für eine Demokratie! Debatten gefährden nicht die Demokratie, sie machen die Demokratie erst möglich. Ein Youtube-Video ist ein solcher Debattenbeitrag und somit wichtig für unsere Demokratie. Eine Gefährdung unserer Demokratie geht von Politikern aus, die ihre Politik für Alternativlos halten, die der Meinung sind, dass nur sie selbst die Komplexität verstehen können. Die Gefährdung geht von Politikern und Parteien aus, die den Bürgerinnen und Bürgern das Erfassen von komplexen Zusammenhängen nicht zutrauen und die strikt gegen eine Weiterentwicklung von unseren demokratischen Strukturen aussprechen, weil das die eigene Machtfülle einschränken würde. Und von Medien, die das Informationsmonopol bei sich behalten wollen, die zur Wahrung der Deutungshoheit Meinungsbeiträge von Menschen außerhalb der eigenen Medienwelt diskreditieren.

Die Zerstörung der CDU.

Weitere Links zum Video:

Meinungsschauspielerpodcast 39: Brexit

avatar
Christian
avatar
Thomas
GB-Flagge im Titelbild wurde erstellt von freepik – de.freepik.com

Eigentlich mögen wir die Briten (stellvertretend für das gesamte UK) ja, aber was derzeit beim Brexit passiert ist schon abenteuerlich.

Man kann mit Fug und Recht sagen: “Die spinnen die Briten!”

In der 39. Folge vom Meinungsschauspieler-Podcast lasse ich mir von Thomas unter anderem erklären, welche Absurditäten und Seltsamkeiten die Briten da veranstalten; was das mit Cameron zu tun hat; wie die Leave-Kampagnen gegen das Gesetz verstoßen haben, aber es niemanden interessiert; wie die Iren aufgrund der sich neu entwickelnden europäischen Grenze irren; was der Unterschied zwischen “No Deal”, “Hard Brexit und “Soft Brexit” ist und wie sich der Speaker verhält.