Gewerkschaften sind nicht überflüssig!

Auf sagwas.net gibt es einen Artikel, der die Frage stellt, ob die Arbeitnehmervertretung durch Gewerkschaften noch zeitgemäß ist. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Gewerkschaften überflüssig sind, weil es ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitnehmervertretung und Arbeitgebern gibt und weil sie auch durch die Politik – konkret durch die Einführung des Mindestlohns – geschwächt werden. Einige der Argumente stimmen zwar, aber die Schlussfolgerung ist dennoch falsch.

Flattr this!

Blogparade: Eure Meinung zum Mindestlohn

Wenn alles gut geht, soll ab 2015 in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 Euro gelten. Dieser kommt allerdings mit vielen Ausnahmen daher, wie zum Beispiel die Herausnahme von Langzeitarbeitslosen aus dem Mindestlohn oder die Herausnahme von unter 18 jährigen. Außerdem wird der Mindestlohn faktisch erst ab 2017 gelten, denn vorher behalten Tarifabschlüsse, welche unter diesem Mindestlohn liegen, weiterhin ihre Gültigkeit.

Da es in der Bevölkerung viele Meinungen zum Thema gibt, möchte ich hier jetzt einmal eine Blogparade zum Thema Mindestlohn starten. Mich würde interessieren, was ihr vom Mindestlohn haltet, wie ihr zu den Ausnahmen steht und welche Folgen ihr durch den Mindestlohn erwartet.

Flattr this!

Altersgrenzen beim Mindestlohn

Logo der SPD DeutschlandDer Mindestlohn ist ja ein interessantes Thema, über dessen Ausnahmen in den letzten Tagen wieder lauter nachgedacht wird. Dass das Wort „Mindest“ Ausnahmen eigentlich ausschließt, ist bei einigen Menschen noch nicht angekommen, aber genau deswegen muss immer und immer wieder darauf hingewiesen werden.

Interessant ist auch die Pressemitteilung der SPD, in welcher die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi zur Debatte über ein Mindestalter beim Mindestlohn Folgendes erklärt:

„Gerade erleben wir eine Gespensterdebatte. Der Mindestlohn kommt – und zwar ohne Ausnahme. Deshalb müssen manche Unionspolitiker und die Büchsenspanner der Wirtschaftsverbände jetzt ihre unsäglichen Versuche einstellen, durch die Hintertür doch noch eine billige Reserve von jungen Leuten und Rentnern für den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Flattr this!

Mindestlohn ja – aber doch nicht für Alle!

Seit Jahren wird über die Einführung eines Mindestlohns diskutiert. Inzwischen steht fest, dass er kommen wird – einige sprechen ja von 2014, aber faktisch wird er erst ab 2017 gelten und auch dann wird er immer noch Ausnahmen enthalten. Inzwischen bin ich ja zu der Auffassung gekommen, dass die Politiker den Mindestlohn lieber sein lassen sollten, denn sie können es einfach nicht.

Flattr this!

Der Neid kommt von oben

In den letzten Monaten war ich viel in sozialen Netzwerken unterwegs, um über Politik zu diskutieren. Dazu gehörte auch, dass ich mich über die ungerechte Verteilung des Vermögens aufregte, und daraus immer gleich eine Neiddebatte wurde.

Dass ich das kapitalistische System als falsch ansehe, sollte inzwischen jeder verstanden haben, denn das kapitalistische System ist für diese ungerechte Verteilung der Vermögen verantwortlich und es wird auch keine Reformen geben können, die diesen Schwachpunkt im System überwinden helfen. Sicher gibt es Möglichkeiten, um die Umverteilung von unten nach oben zu verlangsamen, aber im kapitalistischen System wird sie nie gestoppt werden können und sie kann auch nicht umgedreht werden.

Flattr this!

Erst der Mindestlohn, dann die Regierung

Während Deutschland rätselt, wie die neue Regierung aussehen wird, fordert die Linkspartei, dass die SPD und die Grünen jetzt Farbe bekennen sollen. Die Linkspartei möchte nämlich noch vor einer Regierungsbildung, die wahrscheinlich etwas länger dauern wird als sonst, den Mindestlohn auf den Weg bringen. Eine Mehrheit im Bundestag ist dafür vorhanden, es kommt jetzt darauf an, wie ernst es die SPD und die Grünen vor der Wahl gemeint haben.

Erst der Mindestlohn, dann die Regierung

Allerdings ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass der Mindestlohn in den nächsten Wochen durchgesetzt wird. Die SPD und die Grünen kämpfen derzeit eher mit sich selbst und eine solche Aktion mit der Linkspartei würde wahrscheinlich die Grundlage für Verhandlungen mit der CDU/CSU zerstören.

Flattr this!

Das Rentenkonzept der SPD

Das Rentensystem in der Bundesrepublik Deutschland ist eine große Baustelle. Größtes Problem ist die immer älter werdende Bevölkerung und der fehlende Nachwuchs, wobei das Modell einer Pyramide eh nicht für immer hätte aufgehen können, weil der Platz auf der Erde begrenzt ist.

Die SPD hat sich diesem Problem angenommen und ein neues Rentenkonzept entwickelt. Sie wollen Altersarmut verhindern, indem sie die Erwerbsarmut bekämpfen und eine Solidaritätsrente einführen, die 850,- Euro betragen soll. Beides hört sich natürlich nicht schlecht an, aber wie das Ganze finanziert werden soll, weiß die SPD wahrscheinlich selbst noch nicht.

Flattr this!