Freitags-Frage-Runde: 11 Fragen an Kevin Hönicke – Bezirksverordneter der SPD Lichtenberg

Kevin Hönicke hat sich spontan entschlossen, mir 11 Fragen zu beantworten. Die Fragen und die Antworten findet ihr hier – eine größere Vorrede erspar ich mir 😉 :

Kevin Hönicke

Kevin Hönicke

1. Hallo Kevin, stell dich doch erst mal schnell den Bloglesern vor.

Gerne und zuerst einmal einen wunderschönen guten Tag. Mein Name ist Kevin Hönicke, ich bin seit ein paar Wochen 29 Jahre alt und genieße somit die letzten Wochen im Leben eines U30-Menschen. Ich lebe in Lichtenberg seit 2007 und habe vorher eine lange Zeit in Hellersdorf gelebt.

Ich bin gelernter KfZ-Mechaniker und habe Physik und Mathematik an der Humboldt Universität zu Berlin studiert. Seit Februar 2013 bin ich Referendar oder wie es richtig heißt: Lehramtsanwärter in den Fächern Physik und Mathematik an einem Gymnasium im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

In der SPD bin ich seit 2008. Ich bin mittlerweile Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg und Vorsitzender der Jusos Lichtenberg.
So viel knapp zu mir!

2. Warum bist du in die Politik gegangen?

Weil ich nicht nur meckern, sondern selbst was bewegen wollte. Vor allem der Ruf des Weitlingkiezes als Nazikiez hat mich bewegt, aktiv zu werden. Denn ich wusste ja, dass der Weitlingkiez kein Ort der Nazis, sondern der bunten und vielfältigen Menschen ist und das wollte ich weiter fördern und stärker kommunizieren.

3. Warum hast du dich für die SPD entschieden?

Weil das die Partei ist, die für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität steht und das schon seit 150 Jahren. Ich habe dieser Partei zu verdanken, dass ich mein Abitur nachholen und mich weiterentwickeln konnte. Dass ich als Mensch, der keinen starken finanziellen Background hat, trotzdem Abitur machen und studieren konnte, ist auch Verdienst der SPD. Die SPD ist und bleibt für mich die Partei, welche die einfachen Menschen im Blick hat und verantwortungsvoll handelt. Daher SPD.

4. Was hast du in deinem Leben noch für politische Ziele?

Viele!

Ich hatte mal den kleinen Traum von einer Online-Beschwerdestelle in unserem Bezirk Lichtenberg. Nach vielen Jahren harter Arbeit ist aus diesem kleinen Traum Wirklichkeit geworden und viele Menschen nutzen heute meinen kleinen Traum. Er ist bekannt als MEARKER. Für viele belanglos, aber mir hat das gezeigt, dass man wirklich was bewegen kann, wenn man sich einsetzt.

Für die Zukunft möchte ich erreichen, dass es eine komplette Gleichstellung und absoluter gesellschaftlicher Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Ehen und Partnerschaften, gegenüber den heterosexuellen Partnerschaften, gibt.

Ich möchte, dass kein Mensch ohne einen Bildungsabschluss die Schule verlässt und dass es egal ist, für meinen Werdegang in Schule und Beruf, ob ich Kevin, Murrat oder Maximillian heiße.

Ich möchte, dass kein Mensch, der arbeitet, danach zum Jobcenter muss und ich möchte, dass niemand der sein Leben lang gearbeitet hat als Rentnerin oder Rentner Flaschensammeln geht, weil seine Rente nicht reicht.

Ich möchte, dass das Handwerk in Deutschland wieder die Anerkennung bekommt, die es verdient hat und das die Erzieherinnen und Erzieher endlich den Lohn bekommen, den sie verdient haben für ihre krasse Arbeit, welche sie täglich leisten.
Wenn das alles erfüllt ist, können die nächsten Ziele angegangen werden.

5. Wer ist dein politisches Vorbild?

Menschen als Vorbilder zu haben, ist immer schwierig, da jeder Mensch auch dunkle Seiten hat. Aber wenn ich Vorbilder benennen sollte, sind es Willy Brandt, Ottmar Schreiner und meine Mum.

Ich finde es klasse, wenn Menschen ihren Weg gehen, für ihre Überzeugungen eintreten, sich selber nicht so ernst nehmen und vor allem nicht aufgeben.

Als ich Ottmar Schreiner das letzte Mal getroffen habe, leider ist er vor kurzem viel zu früh gestorben, zittierte er Mao Tse-tung sinnlich mit: „Von Niederlage zu Niederlage zum Sieg.“ Genau das finde ich an Menschen super, wenn sie nach Niederlagen nicht wegrennen oder ihre Meinung ändern, weil eine Niederlage droht. Menschen, die auch nach Niederlagen aufstehen und weiter arbeiten, weiter kämpfen und ihre Überzeugung nach einer besseren Welt nicht aufgeben, die haben meinen Respekt und meine Danksagung verdient.

6. Was ist aktuell das wichtigste politische Problem, welches geändert werden muss?

Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa und der Chancentod für viele Menschen auch in Deutschland. Jeder Mensch ist wertvoll für diese Gesellschaft, doch viele Menschen erfahren das gerade nicht. Einfach schrecklich und Europa sowie Deutschland können daran zerbrechen. Ich mag mir nicht vorstellen, welche Auswirkungen das hätte. Zeit, dass diese Themen endlich klar angegangen und nicht mit Achselzucken weggeschoben werden.

7. Chancengleichheit ist….?

Wie schon gesagt, dass der Kevin die gleichen Chancen hat wie Maximilian. Es muss egal sein, wie ich heiße, welche Haarfarbe ich habe, welche Hautfarbe ich habe, wo ich geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen bin, an was und wen ich glaube und wen ich liebe. Beschränke ich mit all dem nicht die Freiheit der Anderen, so kann es egal sein.

Ich habe Chancengleichheit erlebt, der Kevin aus Hellersdorf hat als Sohn einer Arbeiterfamilie Abitur gemacht und studiert. Viele erleben das nicht. Das muss sich ändern.

8. Armut ist…?

Zum Kotzen und schnürt einem die Kehle zu.
Es ist nicht hinnehmbar, wenn einige Milliarden Steuern hinterziehen und Fußballspieler in immer höheren Summen kaufen und andere nicht wissen, wie sie die leeren Mägen ihrer Kinder füllen sollen. Da läuft etwas ziemlich schief in unserer Gesellschaft.

9. Warum Peer Steinbrück wählen?

Diejenigen, die in seinem Wahlkreis wohnen, beglückwünsche ich, denn sie gehören zu den wenig tausend Menschen, die ihn wirklich wählen können.

Wie ihr sicher wisst, wählen wir nicht den Bundeskanzler, sondern Partei und direkte Vertreterinnen und Vertreter für den Bundestag. Daher kann die Mehrheit der Menschen weder Peer Steinbrück, noch Herrn Trittin oder jemanden aus der CDU oder FDP wählen.
Aber wenn du damit meinst, warum SPD wählen. Kann ich nur das Wahlprogramm empfehlen.

Deutschland wird gerechter und die Chancengleichheit wird zunehmen, wenn die SPD die Wahlen gewinnt. Mindestlohn, Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen, Förderung von Schule und Ausbildung, Mietpreisgrenzen und das in Pflichtnehmen von den „Reichen“ dieses Landes gibt es nur mit der SPD. Endlich Taten und kein Schweigen mehr, endlich Gerechtigkeit anstelle von Steuergeschenke für Hotels und Gutverdiener. Endlich eine offenere und tolerantere Gesellschaft. Daher SPD.

10. Warum nicht Angela Merkel wählen?

Damit endlich diese leeren Versprechen und der Stillstand in unserem Land sowie in Europa aufhören. Es wird Zeit, dass wir uns weiterentwickeln und nicht den Stillstand verwalten. Der CDU kann man nicht vertrauen, denn wenn Merkel noch meint, sie will die Mietsteigerung begrenzen, dann hätte die CDU heute im Bundestag nicht dagegen stimmen dürfen. Merkel redet und redet, macht Gipfel um Gipfel, aber passieren tut nichts. Daher abwählen.

11. Das schönste an unserem Wahlprogramm ist…?

Wirklich und ohne Spaß, dass die SPD gerade dieses Wahlprogramm hat. Ich habe noch nie so ein gutes Wahlprogramm gesehen und ich wünschte mir, dass es alle Bürgerinnen und Bürger lesen würden, denn dann würde die SPD mindestens 60 % holen.
Bitte lest es und ihr werdet verstehen warum das WIR entscheidet. Ihr findet es hier:

http://www.spd.de/linkableblob/96686/data/20130415_regierungsprogramm_2013_2017.pdf


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