#DigitalLeben und die VDS

Die SPD und die Vorratsdatenspeicherung. Ein Thema, das irgendwie nie zu einem Ende kommt. Auf dem Barcamp #DigitalLeben gab es natürlich auch zu diesem Thema ein paar Sessions und zwei davon habe ich mir angehört.

Warum die VDS nicht mit den Grundwerten der SPD vereinbar ist?

Doch, ich war überrascht. Endlich gab es jemanden, der einmal mit der Geschichte gegen die Vorratsdatenspeicherung argumentiert. Eine Geschichte, die den Menschen aus der SPD eigentlich bekannt sein sollte, schließlich wurden die Sozialdemokraten und die Sozialisten in der deutschen Geschichte schon oft genug verfolgt und oft genug mussten die Sozialdemokraten ins Exil gehen. Nehmen wir einfach das Dritte Reich als Beispiel. Dadurch, dass den Nazis genügend Aufzeichnungen zur Verfügung standen, konnten sie die Kommunisten und die Sozialdemokraten so gut verfolgen. Und nicht nur die, sondern auch die Juden und andere Gruppen. Wenn das keine Warnung ist, dann weiß ich auch nicht.

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#DigitalLeben: Ausgrenzung aus der digitalen Bildung

Im Artikel „#DigitalLeben: Die neue Arbeitswelt“ schrieb ich letztens schon über das Barcamp der SPD und über die Veranstaltung zur Sharing Economy. Im selben Vortrag gab es eine interessante Wortmeldung, die ich aber aus dem Themenkomplex der Session etwas rauslösen möchte. Es ging um die digitale Ausgrenzung, hier konkret um die Ausgrenzung bei der Sharing Economy, aber ich finde, dass diese Ausgrenzung schon woanders ein Problem wird. Was ich jetzt nicht weiß, ist, ob in einer anderen Session über das gesprochen wurde, was ich hier jetzt niederschreibe, aber ich bin noch am sichten der anderen Blogbeiträge.

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Vor 80 Jahren brannten die Bücher – und heute?

Ein Plädoyer für die absolute Meinungsfreiheit – oder doch nicht?

Vor 80 Jahren verbrannten studentische Verbände (mit Unterstützung der damals gerade an die Macht gekommenen NSDAP) die Bücher von diversen Autoren und verhängten auf diese Weise ein sehr plastisches „Meinungsverbot“ von Werken dieser Autoren – es war die wohl massivste und bekannteste Einschränkung der Meinungsfreiheit in unserem Lande, mit gravierenden Folgen.
„Dies war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“, schrieb einst der Dichter Heinrich Heine (1797-1856) und er behielt Recht: Die NS-Bücherverbrennung war nur das Vorspiel zum Mord an Europas Juden.

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Stefan Raab und das TV Duell

Das TV-Duell der Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl muss seriös sein. Mit diesem Satz argumentieren viele gegen Stefan Raab, der für Pro7-Sat1 am Tisch der Moderatoren Platz nehmen möchte. Viel mehr drängt sich mir aber der Verdacht auf, dass Frau Merkel und Herr Steinbrück Angst davor haben, unangenehme Fragen beantworten zu müssen.

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Der PeerBlog – die vergebene Chance

Vor zwei Tagen schrieb ich hier über den PeerBlog. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ist, dass der Blog bereits am nächsten Tag schon wieder Geschichte sein würde. Der Druck der Netzgemeinde war einfach zu groß und so wurde der Blog durch Hacker lahmgelegt, was die Verantwortlichen dann dazu gebracht hat, den Blog wieder aus dem Netz zu nehmen.

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Kommentar: Steinbrück darf gerne sagen, was er denkt…

„Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass Politiker das aussprechen können, was sie denken“

Peer Steinbrück 2013

Die Menschen haben natürlich einen Anspruch darauf, dass die Politiker aussprechen können, was sie tatsächlich denken. Ich würde sogar das „können“ aus dem Satz streichen und behaupten, das die Menschen das Recht haben zu wissen, was die Politiker tatsächlich denken. Dabei sehe ich aber ein Problem, nämlich den Politiker selbst.

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Großspenden an Parteien gehen zurück

Die Parteien bekommen weniger Großspenden, so ist es heute, in vielen Zeitungen, zu lesen. Gerade mal 1,3 Millionen Euro sind dabei zusammen gekommen, von denen die CSU knapp 460.000,- Euro bekommen hat. Als Großspenden gelten Beträge von mehr als 50.000,- Euro, welche sofort gemeldet werden müssen.

Die Axel Springer AG – konkret „Die Welt“ – glaubt hier einen Beweis dafür gefunden zu haben, dass die Wirtschaft auf Distanz zur Politik geht und sie sieht auch die These widerlegt, dass der Staat und die Politik durch die Wirtschaft und das Kapital gesteuert wird.

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Papier ist tot – es lebe die App

Nach der Frankfurter Rundschau auch die FTD. Beides Zeitungen die um die Existenz kämpfen. Manche sagen sie hätten kaum Chancen diesen zu gewinnen. Auch die insolvente dapd streicht laut dwdl.de jeden dritten Arbeitsplatz.

Man kann nun trauern oder feststellen: Ich lese auch nur noch die Online-Inhalte. Es wäre der ehrliche Umgang mit dem „seriösen“ Journalismus. Wer hat heute noch Zeit sich durch den Blätterwald einer durchschnittlichen Zeitung zu kämpfen? Eben. Dazu kommt, dass die meisten Menschen zu Recht für keine Informationen und Beiträge bezahlen wollen, die nicht von Interesse sind. Geschweige denn die dicken Anzeigenteile, die sich finanziell nur bei Kleintierhaltung rentieren.

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Lob der Panik

Panik  in der menschlichen Gesellschaft ist wie das Verzehren von Fugufisch:  Fisch ist Fisch und schmeckt ähnlich, und auch Fugu unterscheidet sich im Geschmack wahrscheinlich kaum von einer gewöhnlichen Sardine. Was ihn aber so exklusiv und einzigartig  macht, und wofür manche Menschen eine Menge Geld ausgeben, ist die potentielle Gefahr, der Koch könnte sich beim Ausweiden des Fisches vertun, und das letale Gift –  in der Galle des Fisches enthalten – könnte das Fleisch des Tieres erreichen und den sofortigen Tod des Feinschmeckers bedeuten.

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Absolute Mehrheit – keine „Anti-Talkshow“

Vor einer Woche lief die erste Folge von Stefan Raabs neuer „Anti-Talkshow“. So ganz hat sich mein erster Eindruck nicht gelegt. Auch sechs Tage nach der Premiere bin ich eher enttäuscht als überzeugt.

Die Sendung war alles in Allem unterhaltsam. Leider kam die Debatte zu den Themen Steuerpolitik/Vermögensverteilung, Energiewende und Internet, durch die kurze Sendezeit bei drei Themenblöcken, nicht über die Nennung von Schlagwörtern und kurzen Abrissen der Parteiprogramme hinaus. Damit war sie kein bisschen informativer als jede andere Talkshow im deutschen Fernsehen auch.

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