Blogparade: Politik und Schule

„Warum immer weniger Jugendliche wählen“, lautete hier einmal eine Überschrift zu einem Streitgespräch. Meine These lautete damals, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schule viel zu wenig über Demokratie und Politik vermittelt bekommen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass es in der Schule ein Unterrichtsfach „Demokratie“ geben sollte, in dem die Schüler das nötige Handwerkszeug vermittelt bekommen. Dazu gehört nicht nur, dass einem kurz das Wahlsystem erklärt wird, sondern dazugehört auch das Debattieren über aktuelle politische Themen, dazugehören die Werkzeuge, die zur Informationsbeschaffung wichtig sind und dazugehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler darin unterstützt werden, eigene Meinungen und Positionen zu entwickeln. Dies sollte in der Schule geschehen, nicht in der Jugendorganisation einer Partei, denn dort macht mit, wer schon eine eigene Position hat, wer sich schon eine Meinung über die Welt gebildet hat. Aber das sind eben nur wenige, was aber eben verschenktes Potential ist, denn die Schule könnte durchaus bei viel mehr Schülern und Schülerinnen das Interesse an Politik wecken.

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Was sind schon 150.000 Mails wert? – #TTIP

Einige Tweets von Politikern oder Menschen, die es werden wollen, sind schon immer wieder sehr interessant. So auch der Tweet von Christian Soeder:

„Weil jetzt 150.000 Leute vorformulierte Mails an die Kommission geschickt haben, soll #TTIP infrage gestellt werden? Aha.“

Quelle: Twitter

150.000 Leute, das scheint für ihn noch nicht ausreichend zu sein, um über Änderungen an TTIP zu denken. Warum auch? Was wissen die schon und außerdem, wenn die Neoliberalen TTIP haben wollen, dann sollen die das auch bekommen, was sind da schon 150.000 Menschen, die eine andere Meinung haben? So meine Interpretation seines Tweets, auch wenn das natürlich nicht ganz stimmen wird. Jedenfalls antwortete ich darauf, etwas überspitzt:

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