Wohnraum aus der kapitalistischen Logik lösen

In Deutschlands Städten explodieren die Mietpreise. Für viele Menschen bedeutet das, dass sie aus ihrem angewohnten Umfeld vertrieben werden, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Viele davon haben ebenfalls das Problem, dass sie keinen neuen Wohnraum finden, den sie sich von ihrem Einkommen leisten können. Das bedeutet meistens, dass diese Menschen aus den Innenstädten vertrieben werden und sich am Rand oder außerhalb der Stadt ansiedeln.

Daraus ergeben sich natürlich weitere Probleme, wie zum Beispiel die Einschränkung der Mobilität, da die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel dadurch meist schlechter wird und nicht das Geld zur Verfügung steht, um sich ein eigenes Auto zu leisten. Hieraus kann sich dann auch ein eingeschränkter Wissenszugang ergeben und auch die Pflege von Freundschaften, von sozialen Kontakten generell, kann dadurch zum Erliegen kommen.

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Hartz4: Existenzminimum sichert die Menschenwürde

Gerade las ich auf abgeordnetenwatsch eine Antwort von Sigmar Gabriel, in welcher folgender Abschnitt zu lesen ist:

„Während aber bei der Gewährung eines existenzsichernden Minimums nicht eine Gegenleistung, sondern die Menschenwürde maßgebend ist…“

Quelle: Abgeornetenwatsch

Ich bin ein wenig erstaunt über diese Aussage, denn das existenzsichernde Minimum, welches Hartz4 ja darstellen soll, ist durchaus an Gegenleistungen geknüpft. Wer diese Gegenleistungen nicht erbringt, der wird sanktioniert, dem wird also das Geld, welches er bekommt, um seine Existenz zu sichern, auch noch gekürzt, bzw. ganz weggenommen.

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