Freitags-Frage-Runde: 12 Fragen an Karsten Schulze – Bezirksverordneter der CDU Neukölln

Karsten Schulze ist Bezirksverordneter der CDU in Neukölln und hat sich bereit erklärt, 12 Fragen zu beantworten. Die Antworten findet ihr hier, aber auch hier keine lange Vorrede 😉 :

1. Hallo Karsten, stell dich doch erst mal schnell den Bloglesern vor.

Ich bin Karsten Schulze, derzeit in meinem letzten U30-Jahr. Derzeit warte ich auf ein Referendariatsplatz und verdinge mich derweil in einem Bundestagsbüro als Mitarbeiter. Politisch bin ich in der CDU verortet (seit 2000) und vertrete die CDU gemeinsam mit meinen 12 Fraktionskollegen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung.

2. Warum bist du in die Politik gegangen?

Es war bei mir wohl so, wie es bei den meisten ist: Man will einfach etwas bewegen und mitmachen. Dann geht man in eine Partei, eine NGO o.ä. …

3. Warum hast du dich für die CDU entschieden?

… und bei mir war es eben eine Partei und da die CDU. Es lag schlicht daran, dass ich bei der CDU die meisten inhaltlichen Schnittmengen gesehen habe.

4. Was hast du in deinem Leben noch für politische Ziele?

Das ist schwer zu sagen. Letztlich geht es darum, möglichst viel inhaltlich zu erreichen. Es ist jetzt nicht so, dass ich ausschließlich für einen bestimmten politischen Zweck (z.B. Atomausstieg o.ä.) oder auf ein bestimmtes politisches Amt (z.B. Bundestagsabgeordneter o.ä.) hinarbeiten möchte. Letztlich genügt es mir auch schon, eher kleine Dinge zu verändern und im Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur über die Neuköllner Schullandschaft zu diskutieren und dort Anträge zu verhandeln. Nach höheren Weihen strebe ich eher nicht, weil ich auch nicht bereit bin, langfristig die zeitlichen Einbußen für das Privatleben aufzubringen, das Abgeordnetenhausmitglieder und speziell Bundestagsabgeordnete aufbringen, wenn sie ihr Mandat anständig ausfüllen.

5. Wer ist dein politisches Vorbild?

Im engeren Sinn habe ich keine politischen Vorbilder: Aber das Auftreten und politische Agieren des Londoner Bürgermeister Boris Johnson finde ich interessant. Er hat Visionen für seine Stadt, die uns Berliner zumeist fehlt. Ich weiß in Berlin immer nicht, ob es sich bei den hiesigen Politikern um falsche Bescheidenheit handelt oder um Planlosigkeit. Jedoch glaube ich, dass mit dem richtigen Personal sich hier in Berlin viel mehr bewegen ließe. Wir brauchen mehr Innovation und Zukunftsperspektiven, wenn wir diese Stadt nachhaltig voranbringen wollen. Teure Ideen brauchen in Zeiten klammer öffentlicher Kassen Geldgeber – und die bekommt man wieder nicht ohne Visionen.

6. Was ist aktuell das wichtigste politische Problem, welches geändert werden muss?

Ich glaube, dass es auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche politische Problemstellungen gibt. Für Berlin geht es sicherlich darum, dafür zu sorgen, dass die Vielfalt der Bevölkerungsstruktur erhalten bleibt. Berlin muss dafür sorgen, dass Menschen, die wenig Geld haben, sich trotzdem eine Wohnung leisten können. Gleichzeitig muss es da aber einen Mix geben: es sollte in ausreichender Anzahl Wohnungen im niedrigen und mittelhohen Mietensegment geben. Auch wenn es in dieser Stadt einen Bedarf an Luxuswohnraum zu geben scheint, gehört dies m.E. nicht zu den zentralen Aufgaben. Aber nicht nur die Mieten sind zentral.

7. Chancengleichheit ist….?

… wenn alle von Null starten und keinem Hürden auf die Laufbahn gestellt werden, während andere keine Hürden haben.

8. Armut ist…?

… wenn Menschen für das Elementarste – würdiger Wohnraum, gesundes Essen und Chance auf gesellschaftliche Teilhabe – kein Geld haben.

9. Gleichgeschlechtliche Ehe ist…?

… längst überfällig und wird in der nächsten Wahlperiode – m.E. unabhängig von der Regierungskoalition – auch kommen.

10. Warum nicht Peer Steinbrück wählen?

Ich glaube, dass Peer Steinbrück in den Medien seit seiner Nominierung eine ausreichende Anzahl an Argumenten geliefert hat, ihn nicht zu wählen. Wenn man da an die Kritik an der Höhe des Kanzlergehalts oder an das Eierlikörtrinken bei einfachen Bürgern – zufällig mit SPD-Parteibuch – denkt. Dazu kommen vollkommen unbegründete Positionswechsel, bei denen man gar nicht weiß, warum er kürzlich noch y gesagt, jetzt aber x will. Unwählbar.

11. Warum Angela Merkel wählen?

Angela Merkel hat sich in den letzten Jahren einfach bewährt. Wir haben mit ihr eine Bundeskanzlerin, die mit einer gewissen Ruhe und Stabilität ihre Aufgaben erledigt. Auch bei thematischen Kehrtwenden, wie z.B. beim Atomausstieg, gab es stets Gründe hierfür. Ich glaube, dass unser Land in ihren Händen besser aufgehoben ist, als in denen eines politischen Alpha-Männchens, wie Gerhard Schröder es schon war.

12. Das schönste an unserem Wahlprogramm ist…?

… die Ausgewogenheit. Das Wahlprogramm von CDU/CSU liegt noch nicht abschließend vor. Jedoch wird es ein Programm sein, das ausgeglichen die verschiedenen Politikfelder mit realistischen Zielen bearbeitet.

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